Nepal 2010

16. Mai 2011

Ende Oktober, International Airport München.

In einer langen Schlange am Check-In Schalter der  Qatar Airways steht ein – für die restlichen Reisenden – ein ungewöhnliches Gepäckstück: Ein Kajak. Und Flo, der bibbert, dass seine komplette Kajakausrüstung mitgenommen wird. Erlaubt sind 20kg plus 10kg Sportgepäck, da liegt die Paddelausrüstung locker drüber. Die Dame am Check-In Schalter ist skeptisch: “Das Kajak wiegt nur 10kg? Sieht aber schwerer aus!”. Aber mit einem “Ist mir ja eigentlich egal” klebt sie den Gepäckaufkleber auf das Boot und es kann losgehen.

Nach 24h Reisezeit, mit einem 9-stündigen Aufenthalt in Doha erreicht Flo endlich Kathmandu. Dann durch den Zoll und gespanntes Warten: ist die komplette Ausrüstung angekommen? Ja, alles ist in Nepal. Und der Abholservice von “Whitewater Nepal“, der Organisation, der die Expedition vor Ort unterstützt, funktioniert auch. Was dann jedoch kommt, schockiert Nepal-Neuling Flo – die Fahrt mit dem Auto zum Hotel. Linksverkehr, und die Regelung “wer am lautesten hupt hat Vorfahrt”. Überall liegt Müll, die Stadt stinkt und ist voll mit Dunst. Unvorstellbar für uns Europäer. Umso glücklicher ist Flo, als er nach dieser erschreckenden Autofahrt das Hotel erreicht, wo er auf Flo F. trifft, der wenige Stunden zuvor angekommen ist.

Am nächsten Tag, nach dem ausschlafen, haben die beiden Jungs Zeit sich die Stadt anzuschauen und die ersten Souvenirs zu kaufen. Bei dem Stadtrundgang werden die beiden mit aufdringlichen Menschen konfrontiert – alle paar Meter werden Sie angesprochen und man will ihnen was verkaufen. Wer noch Outdoor-Equipment braucht, hat in der nepalesichen Hauptstadt zahlreiche Möglichkeiten, Markenware sehr günstig zu erstehen. Doch Achtung, nicht überall, wo “Mammut” draufsteht, ist auch “Mammut” drin ;-)

Am Abend kommen dann Peter Tümmers, Expeditionsarzt Dr. Peter Luppa sowie die restlichen Paddler, Jörg, Julian und Claus, im Hotel an. Ab jetzt wird es ernst für das Vorhaben.

Am nächsten Morgen heißt es früh aufstehen und zum nationalen Flughafen Kathmandu. Von dort geht es mit einer Propellermaschine nach Pokhara und mit dem Bus weiter nach Nayapul.
Außer Flo hat niemand sein eigenes Kajak mitgebracht, alle anderen bekommen dort ihre Leihausrüstung. Nun heißt es Kajaks fitten und Ausrüstung überprüfen. Alles, was mit zum Annapurna Base Camp soll, muss in einem Rucksack, den jeder selber trägt, oder im Kajak verstaut werden. Als jeder seine Ausrüstung im Kajak hat, schaffen die Jungs es selber kaum noch, diese zu heben. Um die Träger zu entlasten, hat jeder ein spezielles Schultertragesystem für sein Kajak – womit die Schlepperei wenigstens etwas angenehmer wird. Diesbezüglich ein großes Dankeschön an den AKC und blue&white:-)

Dann lernen die Jungs ihre Träger kennen. Die kleinen Nepali tun den Jungs leid – mindestens einen Kopf kleiner, als “Bergschuhe” nur ausgelatschte Sandalen. Und das erste, was jeder Träger macht – das eigene Tragesystem, was das Gewicht an der Stirn statt auf den Schultern hält, ran und das mitgebrachte Tragesystem nicht benutzt.

Dann bewegt sich der Trott los – sieben Paddler, sieben Träger und ein Bergführer.

Nach knapp 6 Stunden ist das erste Ziel erreicht, die Bee Hive Lodge/”Old Bridge”. Am nächsten Morgen geht es dann endlich zum ersten Mal aufs Wasser – einpaddeln von “Old Bridge” bis “Syauli Bazar”, 3 Stunden WW4 bei perfektem Wetter und gutem Wasserstand. Am Ausstieg angekommen, geht es wieder zu Fuß zurück zur Lodge, dank den Trägern jedoch ohne viel Gepäck.

Am nächsten Tag geht es eine Stunde zu Fuß flussauf, bis “New Bridge”, und von dort wieder auf dem Fluss zurück nach “Old Bridge”. Dort gibt es traumhaftes WW4-5: “wie Wellerbrücke, nur viel geiler”, schwärmt Flo.

Die folgenden zwei Tage werden wohl die anstrengendsten des ganzen Trips: 1000 Höhenmeter bis zum nächsten Tagesziel. Doch diese 1000 Meter Höhenunterschied sollen schwer zu bewältigen sein: Zwischendurch geht es immer wieder sehr weit runter, so dass der Weg lang und anstrengend wird, da 2000hm nach oben und 1000hm nach unten innsgesammt bewältigt werden müssen. Nach 8 Stunden wandern kommt die Gruppe auf 2130m in Bamboo an.
Der nächste Tag wird ähnlich anstrengend, allerdings verläuft die Steigung etwas gleichmäßiger als am Vortag. Tagesziel ist das Machhapuchhre Base Camp auf 3700m. Am folgenden Tag dann die letzte Wanderetappe – 300 Höhenmeter weiter zum Annapurna Base Camp. Damit ist das erste Ziel erreicht: Die Gruppe hat samt Ausrüstung das Annapurna Base Camp erreicht – und der Wasserstand am Modi Khola schien auch zu passen. Zeit also, sich zu erholen und Gruppenfotos vor dem Gletscher des riesigen Annapurnas zu schießen.

Die Euphorie ist jedoch schnell dahin. Der Abschnitt zwischen ABC und MBC ist laut Informationen, die die Gruppe vorher bekommen hat, bereits befahren worden. Doch statt einem Fluss finden sie dort nur eine riesige Gletschermoräne, die sich bis kurz vor das MBC erstreckt. Unter dem Gletschergeröll fließt zwar der Fluss, aber gepaddelt ist dort in den letzten Jahren mit Sicherheit niemand.

Also ging es zurück zum MBC. 100 Höhenmeter oberhalb musste die gesamte Ausrüstung 300 Höhenmeter über ein steiles Geröllfeld abgeseilt werden, um zum Fluss zu gelangen. Plötzlich löst sich ein Felsbrocken – doch die Gruppe kommt mit dem Schrecken davon, er verfehlt sie knapp. Doch das hätte auch anders enden können….

Endlich am Fluss angekommen, wartet die erste Erstbfahrung! Bis zur Mündung in den Modi Khola ist der namenlose Abfluss des Annapurna South Glaciers steil und hat nur wenig Wasser.

Der junge Gletscherbach stellt sich auf den ersten 500 m als steile Rinne heraus. Ab dem Zusammenfluss mit demModi Khola, dem Abluss vom Annapurna West Gletscher verdreifacht sich die Wassermenge und die Schwierigkeiten nehmen ab (von WW5- auf WW4). Die Abgeschiedenheit im hochalpinen Gelände, duünne Höhenluft und das grobe Bruchgestein prägen die Herausforderung der Befahrung. Nach ca. 2 km kündigt ein Steilabbruch aus dem “Annapurna Sanctuary” Hochtal das Ende der ersten Etappe an, den die Erstbefahrer “Moränen Run” nennen.

Am Folgetag setzen die Jungs am Ende der Druchbruchstreckewieder ein. Ab dem Klammausgang windet sich der Fluss durch ein weites und traumhaftes Hochplateau. Die danach benannte “Plateau Section” wartet mit genialen Stellen im WW 5- Bereich auf.
Im weiteren Verlauf nehmen die Schwierigkeiten auf WW 3 ab. Ein erneuter Anstieg der Schwierigkeiten kündigt das Fahrtende an und eine lange Sturzstrecke ab “Deurali” (3200 m) beginnt, die erst auf 1500 Meter enden wird.

Ein dritter Neuabschnitt ab Sinuwa scheitert an der Uneinsehbarkeit  eines Klammabschnittes. Später stellt sich heraus dass das Gefälle die Fahrt unberechenbar gemacht hätte.

Bei der Expedition Ice2Jungle geht es ab jetzt in bekanntem Gelände weiter. Die Fahrt wird ab Hot Springs nach einem Bad in den heissen Quellen im Dschungel fortgeführt. Ab New Bridge weitet sich das Tal und nach zwei Tagen exzellentem Wildwasser erreicht die Gruppe nach insgesamt elf Tagen den Staudamm beim Ausgangspunkt Nayapul.

Einem Fluss zu folgen von seiner Quelle bis zur Muendung, durch drei Klimazonen hindurch, im Kajak und zu Fuss, findet seinen Abschluss.

ein großes Dankeschön an alle Sponsoren: Prijon, Kober, AKC, blue&white,Vaude

Eine Woche im Tessin

21. Juni 2010

Endlich Frühling – nach drei Wochen auf Korsika bin ich an Pfingsten mit meinem neuen Charger ins Tessin zum AKC Treffen gefahren.
Super Wetter, und auch Wasser war ausreichend da – es verhieß eine tolle Woche zu werden.

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Snowkayak WM 2010

25. März 2010
100 Snowkajaker traten am Samstag bei Kaiserwetter auf der Moosalm in Lienz/Osttirol zur Snowkajak WM an um ihren Weltmeister zu küren. Dort kämpften sie Mann gegen Mann in 4er Heats, wie bei einem Skicross, im K.O. System um den Aufstieg in die nächste Runde und den Titel “Snowkajak Weltmeister 2010″. Tausende Zuschauer entlang der Strecke, eine sensationelle Stimmung sowie ein super Rahmenprogramm machten diese Veranstaltung zu einem Highlight der heurigen Wintersaison.
Die Kämpfe waren hart und vor allem die zwei zwölf Meter langen Wasserbecken die durchquert werden mussten stellten die Athleten vor eine große Herausforderung. Nicht jeder Teilnehmer überstand diese Streckenteile schadlos und so kenterte der ein oder andere bei der Durchquerung des Wassergrabens. Die Wasserrettung griff dabei aber sofort ein und holte die unfreiwilligen Schwimmer sofort an Land. In den Wasserbecken sowie den anspruchsvollen Steilkurven trennte sich schnell die Spreu vom Weizen und Favoriten wie Gerhard Braune (D), Nationalteamkanute Harald Hudetz (AUT), der amtierende Snowkajak Weltmeister Rene Feuerstein oder die heißesten regionalen Eisen Stefan Ortner und Manfred Lobenwein setzten sich in den Vorläufen in souveräner Manier durch.
3000 Zuschauer waren an diesem Tag gekommen um die besten Snowkajak Fahrer aus zehn Nationen anzufeuern und die spektakulärsten Rides zu verfolgen. Die bis zu 5 Meter hohen Steilkurven auf dem sehr anspruchsvollen Gelände forderten den Athleten alles ab. Umso näher das Finale kam umso härter wurden die Bandagen mit denen gekämpft wurde und wirklich jeder Athlet gab alles um den offiziellen WM Titel mit nach Hause zunehmen. Vor dem Finale brach unverhofft das obere Wasserbecken und ein Sturzbach über die Strecke erinnerten kurzzeitig mehr an einen Wasserfall als an die Snowkajak WM. So mussten die Veranstalter vor den Finalläufen die Strecke etwas verkürzen um ohne das erste Becken die Sicherheit der Athleten nicht zu gefährden. Bis ins große Finale schafften es bei den Männern der amtierende Weltmeister Rene Feuerstein, die Lokalmatadoren Lobenwein und Ortner sowie der deutsche Lucas Schöllkopf.
Zuschauer und Athleten warteten allesamt gespannt auf das große Finale in dem drei Österreicher gegen einen Deutschen antraten. Nach bereits sieben absolvierten Abfahrten kannten sie allesamt die Tücken der Strecke genau und auch die Ideallinie stellte kein Geheimnis mehr dar. Ohne einen optimalen Start und das nötige Quäntchen Glück war der Sieg aber nicht zu holen. Der Finallauf entwickelte sich zu einem Herzschlagfinale, bei dem sich der Vorarlberger Rene Feuerstein knapp gegen Lokalmatador Manfred Lobenwein durchsetzen konnte. Der dritte Platz ging an Stefan Ortner, der am Start einen kleinen Fehler machte. Der Deutsche Schöllkopf Lukas musste sich gegen die Armada der österreichischen Snowkajakelite mit dem unglücklichen vierten Platz begnügen.
“Ich kann es gar nicht glauben, die Strecke war sehr selektiv und die Gegner unglaublich stark, ich dachte bis zum Ende nicht, dass ich eine Chance habe meinen WM Titel zu verteidigen. Es war eine tolle Veranstaltung mit einer super Stimmung und ich bin stolz weiterhin den Titel Snowkajak Weltmeister tragen zu dürfen,” antwortete ein unglaublich glücklicher Sieger.
Der Zweitplatzierte Manfred Lobenwein haderte etwas mit seiner Platzierung, ist der Zweite ja bekanntlich der erste Verlierer. “Bei der letzten Kurve habe ich einen kleinen Fehler gemacht und mich nach außen drängen lassen, dort habe ich die entscheidende Geschwindigkeit für den Sieg liegen gelassen.”
Aber die leichte Enttäuschung durch das frühe Ausscheiden sowie etwaige kleinere
Blessuren so mancher Rider wurden spätestens bei der Apres Boat Party auf der Moosalm vergessen, bei denen die Live‐Bands Baseline und Norman Stolz den Zuschauern und Athleten so richtig einheizten. Etwas verduzt schauten ein paar deutsche Urlauber aus Hessen als sie das Spektakel Snowkajak zum ersten Mal sahen “diese Strecke kommen wir gerade mit den Schiern runter und andere fahren mit dem Boot, ich habe so etwas verrücktes noch nie gesehen”. Wer weiß vielleicht wechseln sie ja die Sportart und retournieren bei der nächsten WM als Snowkajak Teilnehmer. Das Motto “Nix für Scheisser” kennen sie ja jetzt bereits und nachdem man die spektakuläre Strecke und Rides gesehen hat, traut sich das auch niemand mehr zu hinterfragen.
Ergebnisse im Detail:
MÄNNER:
1 Feuerstein Rene Buch AUT
2 Lobenwein Manfred Lienz AUT
3 Ortner Stefan Oberlienz AUT
4 Schöllkopf Lukas Ulm GER
FRAUEN:
1 Prochazkova Lucya Praha 5 CZE
2 Seidel Eva Wald AUT
3 Sindelarova Lenka Praha 8 CZE
4 Trnkova Michaela Praha 10 CZE
JUNIOREN:
1 Walser-Cofalka Janis ulm GER
2 Niß Timo Hamburg GER
3 Shearer Robin Dölsach AUT
4  Hohenwarter Peter Unken AUT
Text: Presseaussendung Snowkayak WM 2010
100 Snowkajaker traten am Samstag bei Kaiserwetter auf der Moosalm in Lienz/Osttirol zur Snowkajak WM an um ihren Weltmeister zu küren.
Dort kämpften sie Mann gegen Mann in 4er Heats, wie bei einem Skicross, im K.O. System um den Aufstieg in die nächste Runde und den Titel “Snowkajak Weltmeister 2010″.
Tausende Zuschauer entlang der Strecke, eine sensationelle Stimmung sowie ein super Rahmenprogramm
machten diese Veranstaltung zu einem Highlight der heurigen Wintersaison.
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Gipfelsturm auf der Steinplatte

12. Februar 2010

Ein Tag wie jeder andere,

man hat nix besseres zu tun, als Ski zu fahren. Und um das ein bisschen aufzupeppen, suchte ich mir nun einen kleinen Gipfel auf der Steinplatte, um dort hinaufzuklettern:-) Durch das schlechte Wetter konnte man fast nicht bis hinaufschauen, drum bin ich erst mal zum einen Gipfelkreuz, und dann zum eigentlichen Gipfelkreuz der Steinplatte. Dort hatte man trotz des schlechten Wetters relativ gute Aussichten von der Steinplatte hinab in den Abgrund:-)

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Firstline Suche in Hochfügen

20. Januar 2010

Der Wetterbericht für Mittwoch ist super, zwar nicht viel Schnee, aber mit ein wenig suchen, und Bergwandern, kommt man auch ganz gut noch an unberührte Powderhänge.

Also wenn man in Kauf nimmt, bis zu 30 min geh Zeit einzuplanen, dann kommt man an echt feine Runs  ran, und kann unbeschreiblich feine Pow Hänge genießen, auch wenn im Restlichen Gebiet die Schneelage nicht so überragend ist :-)

so stay on and surf the snow

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Hochgurgel / Obergurgel

06. Dezember 2009

Winterimpressionen, von ganz oben im Ötztal…auch wenn der frische Powder ganz schön verblasen ist :-)

Start in den Winter

27. November 2009

Halihalo,

so die Arbeit ist fertig. Eine Woche Auto Packen, und die neue Standheizung testen, und schon kann`s los gehen ins Winter Abendteuer 20009/10. Geplant ist Skifahren, Snowboarden, Skitouren gehen, und natürlich fett Freeriden immer da, wo der Schnee ist:-)

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Welcome Flo`s Blogggg

07. November 2009

Hallo,

endlich ists geschafft und das Flöli hat nen eigenen coolen Blog….

greez

Ötztal Summercamp

16. August 2009

Wo das Ziel des Treffens des AKC ist, wenn Bernhard Mauracher, Schorschi Schauff, Wolfram Bock und Präsi Jürgen Nickles zum “Summercamp” einladen, ist keine schwere Frage: Es geht ins Ötztal. Doch auch wenn das Wetter kaum besser hätte sein können, ging nicht alles wie geplant – oder war es geplant, die Boote nicht nur flussauf, sondern auch flussab zu tragen?

———–

Viele Paddler im Ötztal sind nichts ungewöhliches. Ungewöhnlich ist es jedoch, wenn Paddler morgens um 4 Uhr am Parplatz der Venter Ache Boote laden. Doch früh aufstehen muss, wer die Rofener Ache paddeln möchte.

Die Rofener Ache entspringt im Hintereisferner und bildet nach dem Zusammenfluss mit der Niedertaler Ache in Vent die Venter Ache – Wildwasser auf über 2000m Höhe, allerdings nur zu Fuß erreichbar.

bild1.jpg: Ein seltener Anblick: Boote laden um 4h morgens.

So startet um kurz nach 4h am vergangenen Freitag morgen eine Gruppe von 7 Paddlern des AKCs, begleitet von 5 Wanderern, mit dem Auto zu den Rofenhöfen bei Vent. Dort war Endstation mit den Autos, ab hier ging es nur noch zu Fuß weiter. Doch bevor es los gehen konnte, mussten Tragesysteme für die Boote gebaut werden – gar keine leichte Sache! Doch um 5:15h waren schließlich alle sieben Boote geschultert, die komplette Ausrüstung darin verstaut und der Trott setzte sich mit der langsam kommenden Dämemrung bei Nieselregen in Bewegung.

Viele Teile der Rofener Ache können beim Aufstieg vom (hoch gelegenen) Weg gesehen werden. Viele Lawinen erforderten Aufmerksamkeit schon beim hochlaufen – um ja nicht den Ausstieg vor der Lawine zu verpassen. Umtragen der Lawinen schien möglich, jedoch teilweise sehr mühsam.

bild2.jpg: anstrengender Aufstieg

bild3.jpg: Die Rofener Ache schlängelt sich durch Schluchten ins Tal

bild4.jpg: Wer so früh morgens los geht, trifft niemanden auf dem Weg zum Gipfel – ausgenommen ein paar neugierigen Schafen.

bild5.jpg:Wenn die auf 2413m gelegene Hochjochhospiz – Hütte in Sicht kommt, ist das Ziel fast erreicht. Jedoch ist das letzte Stück bis zur Hütte auch das steilste. Direkt bei der Hütte ist der Einstieg – bei ausreichend Wasser können die Boote jedoch noch weiter bis zum Gletscher getragen werden und von dort aus losgepaddelt werden.

Nach 2,5 Stunden Gehzeit, um kurz nach halb acht, war die Hochjochhhospiz – Hütte erreicht und Zeit für eine Pause, Kaffee und Frühstück. Doch die Wanderung war hier noch nicht zu Ende – das Wasser schien ausreichend, um direkt unterhalb dem Gletscher einzusteigen.

Gestärkt mit Kaffee und Frühstück ging es durch unwegsames Gelände 3km weiter bis zum Gletscher, der höchsten möglichen Einstiegsmöglichkeit.

Um halb zehn war diese erreicht – und die Boote konnten endlich abgelegt werden, und die Paddelsachen angezogen werden – die Vorfreude aufs Paddeln war nach den vergangenen 4 anstrengenden Stunden umso größer!

bild6.jpg: Der Einstieg am Gletschertor ist erreicht!

bild7.jpg: Der Einstieg inmitten von Eisschollen direkt unterhalb des Gletschers – ein tolles Erlebnis für jeden Paddler!

Pünktlich zum lospaddeln lies sich dann auch endlich die ersehnte Sonne blicken. Die ersten drei Kilometer vom Gletscher weg bis zur Hochjochhospiz Hütte waren sehr steinig und Kehrwasserlos, so war die Gruppe sehr schnell bis dahin gekommen.

Kurz nach der Hütte wartete dann schon die erste Lawine, die mühsam umtragen werden konnte.

Doch die Anzahl der Lawinen war größer als erwartet und das Umtragen oft nur sehr weiträumig möglich – weswegen die Gruppe sich nach ca. einem Drittel der Strecke entschloss, abzubrechen und die Boote unter irritierten Blicken zahlreicher Wanderer wieder nach unten zu tragen.

Am Freitag abend trafen immer mehr AKC’ler zum Treffen ein – so wurde am Abend gefeiert und Pläne für den nächsten Tag geschmiedet.

Samstag morgen, um 10 Uhr, sollte es auf die Gurgeler Ache gehen. Doch auch hier wurde die – recht groß gewordene Gruppe – enttäuscht, es war nicht ausreichend Wasser.

Also verteilte sich die Gruppe auf unterer Venter, oberer, mittlerer und unterer Ötz, bis um 15 Uhr zur Sicherheitsübung an der Ötzmündung gerufen wurde.

Hier sollte ein “bewusstloser” Schwimmer aus dem Wasser geborgen und reanimiert werden – für die beste Gruppe gab es einen Wanderpokal zu gewinnen, der bei der nächsten Sicherheitsübung verteidigt oder weitergegeben werden muss.

bild8.jpg: Zuerst wird am “lebenden” Objekt geübt,

bild9.jpg: …dann an der Puppe

bild10.jpg: Der Wanderpokal “King of the Rope” für das beste Team der Sicherheitsübung

Um die Sicherheitsübung, zu der jeder Paddler herzlichst eingeladen ist teilzunehmen, attraktiver zu machen und vor allem auch, um eine Regelmäßigkeit einkehren zu lassen, liesen sich die Organisatoren Nicolaus Brummer und Fresko Vujkov etwas neues einfallen: Ein Wanderpokal, der “King of the Rope” (Bild links). In diesen sollen die Sieger der Sicherheitsübung eingraviert werden – und die Sieger sind natürlich auch dazu verpflichtet, den Pokal bei der nächsten Sicherheitsübung zu verteidigen.

Die ersten Namen, die in den “Pokal” eingraviert werden, und somit auch die Sieger der Sicherheitsübung an diesem Wochenende, waren Anna Jankowski, Andrea Radler und Jürgen Nickels.

Auch am Sonntag lies das Wetter den AKC nicht im Stich – bei blauem Himmel, Sonnenschein und einer gut eingeschenkten Ötz ging auch der letzte Tag des “Summercamps” vorbei.

Text und Fotos: Michelle Hombach, www.kajak.at

Im Reich der Bären

20. August 2007

AKC-Treffen in BC Canada Juli/August 2007

- Viel Wasser, viel Landschaft und ein paar Bären -

Um uns auf den Flug richtig gut vorzubereiten, machten wir (Flo und Fresko) noch einen feuchtfröhlichen Tripp durch ein paar koblenzer Studentenkneipen. Am nächsten Morgen trafen wir im Flughafen Düsseldorf mit Olli, Micha und Hölzl zusammen. Kleiner Tipp für Paddelreisen: Um bei Übergepäck möglichst günstig abzuschneiden, empfiehlt es sich am Check-In Schalter einen Hauch von Chaos zu verbreiten. Die Angestellten verlieren den Überblick, die Schlange wird immer länger, der Druck größer und die Zeit zum Einladen immer knapper, und daaann, ehe mans versieht, ist man schon durch. Weiterlesen »